11. Mai 2009

Public Sector

Blickt man auf den Einsatz brandneuer Tools und innovativer Technologien, hinkt in der öffentlichen Wahrnehmung der britische Public Sector der Privatwirtschaft weit hinterher. Tatsächlich kann jedoch von veralteten Methoden und Softwaretechnologien nicht die Rede sein. Eine kürzlich von IMC (UK) Learning durchgeführte Umfrage überrascht mit dem Ergebnis, dass der Public Sector diesbezüglich alles andere als rückständig ist, sondern ganz unbemerkt das Rennen um die Führerschaft im Einsatz von State-of-the-art-Lösungen gewonnen hat.

Die Umfrage sollte herausfinden, welche eLearning Technologien derzeit genutzt werden und welche Anschaffungen in den nächsten Jahren geplant sind. Vier von fünf Befragten (80%) aus dem öffentlichen Sektor gaben an, dass ihre Organisation auf eLearning Inhalte setzt – 67% davon nutzen Autorenwerkzeuge und 65% haben ein Learning Management System (LMS) im Einsatz. Aus dem privatwirtschaftlichen Umfeld gaben hingegen nur 58 Prozent der Befragten an, eLearning einzusetzen und nur 44% haben Autorenwerkzeuge bzw. 46 Prozent ein LMS im Einsatz.

Der öffentliche Sektor hat erkannt, dass er seinen Mitarbeitern ein flexibles Umfeld für Aus- und Weiterbildung schaffen muss, um heutigen Herausforderungen wie eGovernment, einer bürgerfreundlichen Verwaltung und sich häufig ändernden gesetzlichen Richtlinien begegnen zu können.

Ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz von eLearning im Public Sector ist das Fire Service College in Großbritannien, eine weltweit führende Institution für die Weiterbildung von Feuerwehrleuten. Durch die Implementierung des Learning Management Systems FireLearn Anfang 2008, konnte das College seine weltweite Führungsposition im Einsatz modernster Weiterbildungstechnologien ausbauen.

FireLearn ermöglicht es, schneller und flexibler Feuerwehrleute zu trainieren und die Trainingsmaßnahmen zu überwachen. Die Lernenden haben permantenten Zugriff auf ihre Lernmaterialien, ganz unabgängig davon, ob sie sich gerade am Arbeitsplatz befinden oder nicht. Auch eröffnet das System für informelles Lernen vielfache Möglichkeiten, die weit über die Anwesenheit bei einem Präsenzseminar hinaus gehen.

Dieses praktische Beispiel zeigt, dass der öffentlich Sektor eLearning gezielt einsetzt, um Weiterbildungsprogramme zu optimieren und somit schneller und besser Ziele der Gesamtstrategien der jeweiligen Organisationen erreichen zu können.

Im nächsten Schritt muss es dem öffentlichen Sektor nun gelingen, die Nutzung von eLearning- Technologien weiter zu verstärken, um die derzeitige Führungsposition auf diesem Gebiet auszubauen und die vorhandenen Potentiale vollkommen zu entfalten. Die Herausforderung wird sein, den Austausch von Lernenden über Organisationsgrenzen hinweg zu ermöglichen. E-learning Initiativen werden hierbei einen wertvollen Beitrag leisten können.